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Weißer Frühblüher bayr. Voralpen

6
Summary by Andreas Plank

Fundort der Pflanze: In einem engen, steinigen (Sandstein/Kalk), bewaldeten Tal am Rande eines Quell-Baches, Ende März.

Ergebnis: Weiße Pestwurz (Petasites albus)

Björn Höfling (Talkcontribs)

Fundort: In einem engen, steinigen (Sandstein/Kalk), bewaldeten Tal am Rande eines Quell-Baches, Ende März.

Da ich nichts über den Schutz-Status weiss, wollte ich die Pflanze nicht zerrupfen. Daher komme ich leider mit den üblichen Rothmaler-Fragen nicht weiter. Hat jemand anhand der schlechten Handy-Fotos eine Idee?

Vielen Dank Björn Höfling (Diskussion) 15:37, 25. Mär. 2019 (CET)

Björn Höfling (Talkcontribs)

Versuch 2, die Bilder anzuhängen:

Bild 1 Bild 2

Björn Höfling (Diskussion) 15:39, 25. Mär. 2019 (CET)

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Hallo Björn,

Das ist Petasites albus. Wie alle Petasites-Arten (und der verwandte Tussilago) auffällige Frühblüher (P. paradoxus wurde mir auch schon mal als vermeintlicher "Parasit" geschickt, weil keine Blätter zur Blütezeit vorhanden sind).

Schöne Grüße,

Andreas

Björn Höfling (Talkcontribs)

Da ich mit dem Wiki-Markup kämpfe, hier die Bilder als Text-Links:

https://species-id.net/openmedia/File:Fruehjahrsblueher-unbekannt-bayerische-voralpen01.jpg

https://species-id.net/openmedia/File:Fruehjahrsblueher-unbekannt-bayerische-voralpen02.jpg

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Hallo Björn,

Das ist Petasites albus. Wie alle Petasites-Arten (und der verwandte Tussilago) auffällige Frühblüher (P. paradoxus wurde mir auch schon mal als vermeintlicher "Parasit" geschickt, weil keine Blätter zur Blütezeit vorhanden sind).

Schöne Grüße, Andreas

Björn Höfling (Talkcontribs)

Vielen Dank, Andreas!

An Tussilago musste ich denken, aber ich war bei "Einzelblüte" und nicht Asteraceae!

Verschiedenblättrige Kratzdistel (Cirsium heterophyllum (L.) Hill oder/und Cirsium helenioides (L.) Hill) ?

4
Summary by Andreas Plank

Frage zur Systematik von scheinbar ähnlichen Arten

Andreas Plank (Talkcontribs)

Hallo,

bei der Recherche zur Verschiedenblättrigen Kratzdistel oder Alantdistel kam ich auf die sehr ähnlichen Arten Cirsium heterophyllum (L.) Hill und Cirsium helenioides (L.) Hill (https://www.infoflora.ch/de/flora/cirsium-helenioides.html). Die Taxonomie scheint mir hier durcheinander oder zumindest ungewiss:

  • The Plant List (Version 1.1) listet sie als 2 valide Arten auf (C. heterophyllum (L.) Hill und C. helenioides (L.) Hill)
  • in älterer Literatur sind beide Arten aber als Synonym bezeichnet (Rothmaler, W. 1994: Exkursionsflora. Band 4, Kritischer Band. 8. Aufl. Verlag Volk und Wissen, Berlin)

Bei der Recherche in noch älterer Literatur (18. und 19.Jh.) ist es oft noch schwieriger herauszufinden, was welche Art bezeichnet, manchmal hilft eher die Suche über den umgangssprachlichen Namen weiter, herauszufinden welche Synonyme noch verwendet wurden.

Weiß jemand die aktuelle taxonomische Situation der Verschiedenblättrigen Kratzdistel oder Alantdistel?

viele Grüße
Andreas Plank

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Plank,

Es handelt sich bei uns in Mitteleuropa um eine Art, die Cirsium heterophyllum (L.) Hill heißt. Das Problem ist, dass es den Namen Cirsium helenioides mehrmals gibt. Bei C. helenioides (L.) Hill handelt es sich um eine arktisch-asiatische Art, die auch taxonomisch anerkannt ist (daher ist Plant List korrekt, beide als akzeptierte Namen aufzuführen, es sind zwei verschiedene Arten) - sie kommt in Mitteleuropa nicht vor. Bei der "C. helenioides" in früheren Werken aus Mitteleuropa (also C. heleniodes auct. non. (L.) Hill), also allen anderen Verwendungen diesen Namens im mitteleuropäischen Raum handelt es sich um C. heterophyllum, der Name C. helenioides wurde nur von diesen (früheren) Autoren falsch für diese Sippe gebraucht.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Andreas Plank (Talkcontribs)

Hm … das macht es echt verwirrend. In FloraWeb wird Cirsium heterophyllum (L.) Hill aufgelistet aber nicht Cirsium helenioides (L.) Hill hingegen in der Schweiz ist es umgekehrt, da wird nur Cirsium helenioides (L.) Hill. Lese ich mir die Bestimmungsmerkmale durch, erscheinen mir die Beschreibungen fast identisch. Was sind denn die morphologischen Unterschiede ?

viele Grüße
Andreas Plank

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Anmerkung an die Administratoren: warum sind die Absätze in den Texten nach dem Posten weg? Da war in früheren Beiträgen nicht der Fall, sieht ja auch nicht schön aus...

Wird die Acker-Witwenblume in Bayern auch Großvater’s Knopf genannt?

3
Andreas Plank (Talkcontribs)

Hallo,

diese Frage wurde auf https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Acker-Witwenblume&oldid=178176133#Auch_bekannt_als_"Großvaterknopf"? gestellt. Ist dem so? Wenn ja gibt es auch literarische Erwähnungen dazu?

viele Grüße Andreas Plank

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Plank,

Die Bezeichnung ist in Bayern nicht sehr üblich - allerdings bin ich auch kein Experte für volkstümliche Namen von Pflanzen. Mir sind in Südbayern zu Knautia arvensis außer "Ackerwitwenblume" auch "Donnerblume" und "Acker-Grindkraut"(wie für Scabiosa) geläufig. Eine schnelle Google-Suche zu "Großvaterknopf + Pflanze" liefert in der Tat vor allem Bilder zu Knautia arvensis - allerdings keine Quelle zu regionalen Namensherkünften. Frau Triebel fand unter dem Schlagwort "Großvater Knopf", "Knopfblume" allerdings einen ethymologischen Hinweis aus Oberösterreich zu "Knautia" und "Ähnlköpf" (=Großvater´s Kopf): https://www.zobodat.at/pdf/JOM_126a_0189-0228.pdf.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Andreas Plank (Talkcontribs)

Hallo, noch ein paar Infos in die Runde: durch mein Pflanzentafelprojekt für Bergwiesenpflanzen im Erzgebirge (z. B. Acker-Knautie (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)) stieß ich in Hegi (1918) auf viele Bezeichnungen, die den Knopf als Bezug haben, Großvater’s Knopf ist jedoch nicht dabei (zum Nachlesen im Netz s. auch Hegi 1918 auf Seite 292: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-21724-p0362-2).

viele Grüße Andreas Plank

Handelt es sich hierbei um eine "Niedrige Schwarzwurzel" (Scorzonera humilis)?

2
Michael Richter (Talkcontribs)

Hallo,

ich habe eine Frage zur Bestimmung dieser Pflanze, da ich mir nicht sicher bin ob es sich wirklich um eine "niedrige Schwarzwurzel" handelt. Die Pflanze stand an einem Waldrand in der Nähe von Neurittsteig (Bayerischer Wald). Der Beitrag mit Bildern zur Pflanze kann hier abgerufen werden:

https://plus.google.com/+MichaelRichter-Hobbyfotograf/posts/UZXeKodWWmj

Ein weiteres Foto eines einzelnen Blattes kann hier gefunden werden: http://species-id.net/openmedia/File:Blatt_der_niedrigen_Schwarzwurzel%3F.jpeg

Schon einmal vielen Dank im vorraus.

Michael Richter

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Richter,

Ja, die Bestimmung ist korrekt (auch wenn die Blätter etwas untypisch schmal sind - sie liegen aber immer noch innerhalb der Bandbreite der Art).

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Strauch an der S-Bahn

3
Andreas Stöckle (Talkcontribs)

Sehr geehrte Forumsteilnehmer, voilá meine erste Anfrage im Forum, ich bitte um Hilfe bei der Bestimmung. Es handelt sich um einen kleinen Baum oder Strauch. Er wird am Fundort ca. 5 m hoch, die Blätter sind wechselständig, die jungen Zweige rot und mit festem Holz. Bei stärkerem Wind legen sich die Blätter zu größeren Flächen und flattern dann sehr schön und lebhaft, fast wie eine Zitterpappel, aber durch die große Fläche und die helleren Blätter recht beeindruckend, wie eine Fahne, wenn die Blätter noch grün sind. Die Blätter sind ca. 15cm lang. Fundort: S-Bahn-Station Siemenswerke in München ; Richtung Wolfratshausen; im vorderen Drittel.

http://species-id.net/openmedia/File:Blaetter_fuer_wiki_stoeckle.jpeg

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Stöckle,

Ich vermute, es handelt sich um die Späte Traubenkirsche, Prunus serotina - ein Neophyt aus Nordamerika. Auf den Blattstielen Ihres Herbarbeleges sind jeweils zwei versetzt angeordnete Drüsen knapp unterhalb der Blattspreite zu erkennen - diese sog. extrafloralen Nektarien sind immer ein guter Hinweis auf die Gattung Prunus (im weiteren Sinne).

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Jürgen Klotz (Talkcontribs)

Hallo Herr Stöckle, auf der Unterseite (linkes Blatt) bei Ihrem Foto erkennt man schwach einen rotbraunen Haarsaum (ausschließlich) entlang des Mittelnervs, das ist typisch für Prunus serotina und oft auch deutlicher ausgeprägt als an dem fotografierten Blatt. Auch hat keine andere bei uns einheimische oder neophytische Prunus-Art so deutlich glänzend-ledrige Blätter. - Viele Grüße, Jürgen Klotz

kleine Pflanze auf Kiesbank

3
Christina Altintoprak (Talkcontribs)

Im März letzten Jahres habe ich eine kleine Pflanze fotografiert, die ich trotz allen Suchens nicht einordnen kann. Sie wuchs auf einer Kiesbank an der Isar. Was kann das sein? DSCN5937.JPG

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Leibe Frau Altintoprak,

Sterile Pflanzen zu bestimmen ist oft nicht möglich. Es handelt sich bei der Rosette sicher um eine Asteraceae - ich vermute Erigeron annuus.

Grüße,

Andreas Fleischmann

Jürgen Klotz (Talkcontribs)

Hallo Frau Altintoprak, es ist sogar ganz sicher Erigeron annuus. Die Art überwintert mit solchen Rosetten, die auch bei strengem Frost grün bleiben. - Viele Grüße, Jürgen Klotz

Pflanze in Kallmünz

8
Christina Altintoprak (Talkcontribs)

Hallo, in Kallmünz habe ich ein Pflanze entdeckt, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Leider bin ich noch nicht so weit hier ein Foto einfügen zu können, da ich ich das erste mal an einem Forum teilnehme, aber es kann unter http://www.bayernflora.de/web/Datei:DSCN4262.JPG angeschaut werden. Das Foto ist sehr schlecht, aber vielleicht erkennt man doch so viel, dass man sagen kann um was es sich handelt. Grüße Christina Altintoprak

Ich glaube ich habe inzwischen rausgefunden um was es sich handelt. Es dürfte ein Muscari comosum sein, das auch für dieses Eck auf der Verbreitungskarte zu finden ist.

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Liebe Frau Altintoprak,

Mit diesem Foto haben Sie bereits ein ganzes Institut von Botanikern zum Rätseln gebracht. Momentan hat noch keiner der Kollegen eine Idee, was es sein könnte. Wir hatten schon an diverse Pflanzen im Knospenstadium gedacht (mein Verdacht war zunächst Triglochin, das kann man aber glaube ich ausschließen). Muscari würde ich auch ausschließen, die sieht im Knospenstadium anders aus, zudem wäre Ende Mai schon zu spät für knospendes M. comosum. Ich halte Sie auf dem Laufenden, soblad ich etwas Neues erfahre. Können Sie zum Standort noch etwas sagen? Da die Pflanze im Hintergrund wohl Mentha oder Lamium sein dürfte, nehme ich an, der Standort war eher feucht?

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Liebe Frau Altintoprak,

Ihre Vermutung mit Muscari comosum war doch goldrichtig - allerdings keine normale knospige Pflanze, sondern ein Exemplar, das mit dem Brandpilz Antherospora tourneuxii befallen ist. Die Knospen werden dadurch stark verändert, bleiben grün und sind voll mit Sporen gefüllt. Mehr dazu hier: http://jule.pflanzenbestimmung.de/antherospora-tourneuxii/

Diese Bestimmung stammt von Herrn Michael Ristow, dem ich dafür herzlich danke!

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Christina Altintoprak (Talkcontribs)

Lieber Herr Fleischmann,

ich Danke Ihnen für den Hinweis, aber ganz und gar befallen kann die Pflanze nicht gewesen sein. Als ich vor ca. 4 Wochen dort war, hatte sie zumindest einige Samen ausgebildet. Im Frühjahr waren mehrere Pflänzchen vorhanden, nicht nur im Schatten- und Feuchtbereich sondern auch auf dem Trockenrasen. Ich habe aber nur bei diese einen Pflanze eine Knospe entdeckt. Die Pflanzen wachsen ganz am Beginn des Weges zur Burg von außerhalb des Ortes

Zu Kallmünz habe ich noch eine Frage. Oben an den Feldrändern gibt es Wachsblumen: http://species-id.net/openmedia/File:DSCN4222.JPG. Ich habe diese Pflanze für eine Cerinthe minor gehalten, bin aber nach einem Besuch im Botanischen Garten München sehr unsicher geworden, da im Alpinum genau die gleiche Pflanze, auch mit den Tupfen auf den Blätter, als Cerinthe alpina bezeichnet wird. Hier das Bild aus dem Bot. Garten: Photo. Ist die Pflanze aus Kallmünz vielleicht doch eine Cerinthe alpina?

Grüße Christina Altintoprak

Mit dem Foto einsetzten, das klappt bei mir leider noch nicht so ganz. Inzwischen war ich im Alpengarten. Dort blüht zwar die Cerinthe alpina nicht mehr, aber die Blätter sind anders, ohne Tupfen, so dass ich vermute, dass im Alpinum des bot. Gartens in München versehentlich eine Cerinthe minor hingeraten ist und es sich bei der Pflanze in Kallmünz doch eine Cerinthe minor handelt.

Grüße Christina Altintoprak

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Liebe Frau Altintoprak,

Die Pflanze auf Ihrem Foto (Link) aus Kallmünz ist eindeutig Cerinthe minor, ebenso wie das Exemplar, das Sie oben im Botanischen Garten fotographiert haben. Die Kronzipfel sind bei C. minor zugespitzt und zusammengeneigt, während die Krone bei C. alpina vorne offen ist, die Kronblätter sind hier abgerundet (die Blüte sieht eher der eines Symphytums ähnlich). Zudem hat die Krone von C. alpina meist eine rote Basis. Die Blätter von C. alpina sind zudem nie gefleckt. Da scheint also tatsächlich versehentlich ein Exemplar von C. minor im Alpinum des Botanischen Garten mit aufgegangen zu sein. Wenn Sie in Kallmünz einen großen Bestand von Cerinthe minor kennen, lohnt es sich einmal, dort zur Blütezeit nach einer sehr seltenen Wildbiene Ausschau zu halten: Die Wachsblumen-Mauerbiene (Osmia cerinthidis) sammelt Pollen ausschließlich an dieser Pflanze, sie kommt nur dort vor wo es ausreichend Wachsblumen gibt.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Christina Altintoprak (Talkcontribs)

Lieber Herr Fleischmann, vielen Dank für Ihre Antwort. Was ich bisher an Cerinthe minor in Kallmünz gesehen habe, war nicht allzu viel. An einer Stelle denke ich ist sie etwas dauerhafter vorhanden, da der Bestand vom Feld in den darüber liegenden Hang reicht. An der anderen Stelle waren junge Pflanzen direkt auf dem Feld, das mit Sicherheit noch um gepflügt wird. Mich erstaunt es immer wieder wie solche Pflanzen es schaffen, nicht völlig unter zu gehen. Ich habe dort auch ein Adonisröschen gesehen, ein einziges Exemplar weit und breit: Foto 30.7.17 ich denke es ist ein Adonis aestivalis. Ich fahre immer wieder gern nach Kallmünz, einer der schönsten Plätze in der Oberpfalz. Vielleicht habe ich ja Glück und kann die Wachsblumen-Mauerbiene beobachten.

Schöne Grüße,

Christina Altintoprak

Inzwischen war ich wieder in Kallmünz. Das eine Feld mit Cerinthe minor war umgepflügt und die Pflanzen nicht mehr vorhanden, das andere Feld war abgeerntet, aber nicht umgepflügt und voll von C. minor. Es ist ein sehr schönes Feld, überall blüht Anagllis arvensis rot und blau durcheinander und ab und zu eine noch blühende Consolida regals. Vielleicht bleibt ja das Feld als Brache stehen wie dieses Jahr das angrenzende Feld, das wirklich eine Pracht ist. Hin und wieder stößt man auf Legousia speculum-veneris, die ich in freier Natur bisher noch nicht gesehen habe. Auf diesem Brachfeld wächst sehr viel Kickxia spuria und an einer der Pflanzen habe ich seltsame Blüten neben den normalen entdeckt:Foto 30.8.17 Foto 30.8.17.

Auf demselben Feld wächst auch eine Pflanze, die ich wegen ihrer Samen für ein Pleurospermum austriacum halte, aber sie erreicht nirgends normale Wuchshöhe: Foto 30.8.17 ich habe sie auch schon früher fotografiert: Foto 30.7.17

Bei meiner Wanderung durch das Gelände bin ich auch auf andere Pflanzen gestoßen, die ich nicht ganz einordnen kann. An der Mündung der Vils in die Naab gibt es eine Wasserpflanze, deren Blätter zu klein sind für eine Teichrose. Leider hat sie keine Blüte: Foto 30.8.17 Ist es eine Nymphoides peltata?

Am Ufer der Naab wächst eine Zweizahnart: Foto 30.8.17 Ist es Bidens frondosa? In Bad Tölz an der Isar habe ich auch schon eine fotografiert: Foto 28.8.17 Handelt es sich um die gleiche Art wie in Kallmünz oder könnte es Bidens tripartita sein?

Am Aufgang zur Burg in Kallmünz wächst neben Stachys recta, die dort sehr viel vorkommt auch eine andere ähnliche Pflanze: Foto 30.8.17 Handelt es sich da um Stachys annum?

Am Rand eines Maisfeldes fand ich zwei Pflanzen, die ich überhaupt nicht bestimmen konnte. Die eine ist sehr zart und ich fand nur zwei Exemplare, etwas auseinander liegend: Foto 30.8.17 Von der zweiten Pflanze sah ich nur ein einziges Exemplar: Foto 30.8.17

Zuletzt noch Fragen zum Wundklee: In Kallmünz bin ich auf folgende Pflanze leider ohne Blüten gestoßen: Foto 30.8.17 Ist es Anthyllis vulneraria var. pseudovulneraria? In der Garchinger Heide habe ich eine Pflanze mit Blüten fotografiert: Foto 9.1.17 Foto 9.1.17 Ist es Anthyllis vulneraria subsp. alpicola? Auf dem Weg nach Brauneck fand ich eine Pflanze leider schon verblüht: Foto 28.7.17 Anthyllis vulneraria subsp. carpatica? Auf dem Weg zum Kirchseemoor wuchs folgende Pflanze leider noch ohne Blüten: Foto 6.5.17 Anthyllis vulneraria subsp. vulneraria?

Es sind jetzt vielleicht ein bisschen viel Fragen, aber ich habe dieses Jahr sehr viele Fotos gemacht und versuche nun diese Fotos richtig einzuordnen. Dabei habe ich festgestellt, dass es für mich als Laie bei manchen Gattungen etwas schwierig ist die Pflanzen richtig zu bestimmen. Ich möchte aber die Pflanzen besser kennen und richtig bestimmen lernen.

Leider funktioniert es nicht mehr von den Bildern nur einen Link einzusetzen mit all den Fotos verstopfe ich irgendwann das Forum. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben wie ich es besser machen kann.

Mit lieben Grüßen

Christina Altintoprak

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Liebe Frau Altintoprak,

Cerinthe minor hat sehr langlebige Samen die viele Jahrzehnte im Boden verbringen können. Als kurzlebiger Besiedler von Störstellen nährstoffreicherer Standorte ist dies auch nötig. Trotzdem gilt es, bekannte Standorte dieser seltenen Pflanzenart zu erhalten, und am besten durch geeignetes Pflegemanagment zu fördern. Das Landesamt für Umwelt hat zum Erhalt dieser Art schon 2008 ein Artenhilfsprogramm erarbeitet, falls Sie noch mehr zur Biologie dieser Pflanze wissen wollen, es ist Merkblatt Nr. 18 auf dieser Seite: https://www.lfu.bayern.de/natur/artenhilfsprogramm_botanik/merkblaetter/index.htm.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Christina Altintoprak (Talkcontribs)

Lieber Herr Fleischmann,

vielen Dank für Ihre Information. Da ich bei meinem letzten Besuch in Kallmünz noch einen weiteren Standort außerhalb von Feldern entdeckt habe, bin ich guter Dinge diese schöne Pflanze auch nächstes Jahr beobachten zu können.

Ich habe es zwar nicht geschafft, die Fotos meiner letzten Anfrage in eine Adresse umzuwandeln, aber ich konnte die Fotos verbergen, so dass man nun den Text lesen kann, der vorher unter dem ersten Bild verborgen lag. Eine Sache habe ich inzwischen selbst rausgefunden. Die seltsame Blüte von Kicksia spuria ist eine pelorische Blüte, die wohl bei ganz verschiedenen Planzen mit zygomorphen Blüten vorkommt.

Herzliche Grüße

Christina Altintoprak

Hilfe gesucht: Bestimmung der folgenden Orchidee, mglw. das "fleischfarbene Knabenkraut" (Dactylorhiza incarnata)

3
Michael Richter (Talkcontribs)

Hallo zusammen.

Bei einer Wanderung an der Rothach in Weiler im Allgäu habe ich die folgende Orchidee in einer Feuchtwiese gefunden. Handelt es sich hierbei um eine Dactylorhiza incarnata?

Der Link zu einem Foto kann hier gefunden werden: https://plus.google.com/+MichaelRichter-Hobbyfotograf/posts/FMd7ms8moMT

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Richter,

Anhand Ihres Fotos ist die Pflanze nicht eindeutig als Dactylorhiza incaranta zu bestimmen, es könnte auch eine Hybride mit D. majalis sein, oder eine der vielen Formen von D. majalis (die Blätter sind nicht gut auf Ihrem Foto zu erkennen, diese sind bei der Datcylorhiza-majalis-Gruppe zur Bestimmung wichtiger, als die Blüten). Zu den anderen Anmerkungen auf Ihrer Webseite unter oben angegebem Link: "Die Blüten sind in einer dicht besetzten Dolde angeordnet". Keine einzige Orchidee hat Dolden, der Blütenstandstyp unserer heimischen Orchideearten ist eine Ähre (wie beim Getreide - die Blüten sitzen ungestielt an der Blütenstandsachse), einige tropische Orchideen haben auch Trauben.

"Der Käfer der auf der Pflanze klettert ist ein "Knappe" (Lygaeus saxatilis / Spilostethus saxatilis) und zählt zu den Bodenwanzen." Dieses Insekt ist, wie Sie schon richtig identifizeirt haben, ein Knappe, und damit KEIN Käfer, sondern eine Wanze.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Michael Richter (Talkcontribs)

Zunächst einmal Danke für die Hilfe. Ich habe ihre Änderungsvorschläge sofort übernommen. Die Blätter der Pflanze sind nach meiner Erinnerung, spitz an den Enden zugelaufen. Sie waren zudem nur teilweise gefleckt, was man auch auf dem Foto zum Teil erkennen kann. Die Blätter sind aber etwas schmaler als bei einem normalen "Breitblättrigen Knabenkraut" wenn mich nicht alles täuscht. Dies könnte tatsächlich auf eine Kreuzung der zwei Arten hinweisen. Wäre denn eine derartige Hybride möglich?

Dianthus deltoides und Dianthus carthusianorum

5
Joachim Busch (Talkcontribs)

Beide Arten kommen auf einem Trockenhang in meinem Grundstück seit Jahren vor; D. Deltoides in großer Zahl. Sie wächst ausschließlich südexponiert; D. carthusianorum eher ostexponiert. Das Vorkommen liegt im Quadrant 80264 und ist der Verbreitungskarte aufgeführt, wurde in neuerer Zeit jedoch nicht mehr bestätigt

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Busch,

Ich nehme an, sie beziehen sich auf TK 8026/4 (Aitrach, Lkr. MM)? Für diesen Quadranten gibt es doch sicher noch andere Fundpunkte beider Arten, oder haben Sie den einzigen Nachweis erbracht? Oder meinen Sie mit "wurde in neuerer Zeit nicht mehr bestätigt", dass der Fundort noch existiert, aber von uns nicht als "aktuell" gelistet wird? Handelt es sich bei Ihrem Grundstück um Ihren Garten, oder um eine naturnahe Fläche? Denn Privatgärten werden für die Flora von Bayern nicht mit erfasst.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Joachim Busch (Talkcontribs)

Grüß Gott Herr Fleischmann, Ich beziehe mich tatsächlich auf diesen Quadranten, den Sie angesprochen haben. Tatsächlich gibt es oder gab es in diesem Quadranten noch weitere Fundpunkte. Ich kann mir denken dass zu einem früheren Zeitpunkt einer dieser fundpunkte auf diesem Grundstück liegt, einer in Teilen absolut naturbelassenen Fläche, die aber seit 1973 in unserem Besitz ist. Ich wollte mit meinem Beitrag zur Kenntnis geben, dass dieser Fundort nach wie vor besteht , mit Exemplaren in hoher Zahl und von mir auch durch geeignete Pflegemaßnahmen erhalten wird. Obwohl ich es intensiv versucht habe, kann ich keine Bilder hochladen, können Sie mir hier helfen. Die Bilder befinden sich bei Open Media. Vielen Dank- mit besten Grüßen Joachim Busch

Marcel Ruff (Talkcontribs)

Lieber Herr Busch,

der letzte Nachweis von D. carthusianorum stammt von 1985, der letzte von D. deltoides wurde zwischen 1945 und 1988 erfasst. Ich habe Ihre aktuellen Nachweis in die Datenbank eingetragen. Diese werden aber erst in einigen Wochen sichtbar, wenn wir die Verbreitungskarten aktualisieren.

Viele Grüße Marcel Ruff

Joachim Busch (Talkcontribs)

Vielen Dank!

Hilfe gesucht: Bestimmung von Algen in kalkoligotrophen Fließgewässern

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Summary by Andreas Plank
Andreas Plank (Talkcontribs)

Seit einigen Jahren fällt mir eine zunehmende Veralgung kalkoligotropher Quellgewässer auf. Gibt es in diesem Forum jemanden, der mir an Hand der Fotos bei der Bestimmung helfen kann? Insbesondere würde mich interessieren, ob die braunen Algen auf dem Foto Hinweise auf irgendwelche Störungen (Nährstoffeinträge) liefern können. Mir ist bewusst, dass eine genaue Bestimmung mit Fotos nicht möglich ist, aber vielleicht habe ich ja Glück.... Das Foto zeigt einen Helosciadium repens-Quellbach (Goldbach Vagen), in dem seit dem Bau einer Trinkwasserfassung verstärkt braune, fädige Algen auftreten. Das gleiche Phänomen gibt es auch im Frühjahr an Quellbächen der Weißach (Lkr. MB, ebenfalls mit Vorkommen von H. repens). Schon jetzt herzlichen Dank für jede hilfreiche Rückantwort! Gaby

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