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Häufig gestellte Fragen und Antworten


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Weiße Heidenelke?

2
Michael Richter (Talkcontribs)

Heute habe ich auf einer Wanderung im Tal der Mitternacher Ohe bei Schönau ein Büschel von weißen Heidenelken neben normal rosa gefärbten gefunden.

Ist es möglich das es sich um eine wilde Form handelt? Oder ist dies eine verwilderte Heide-Nelke aus einem Garten.

Wolfgang Diewald (Talkcontribs)

Lieber Herr Richter,

gelegentlich kommen bei Nelkengewächsen einzelne Individuen mit rein weißer Blütenfarbe in der Natur vor, jedoch weniger häufig als z. B. bei Vertretern der Glockenblumen. Derartige natürlich vorkommende Individuen mit Farbabweichungen werden von Gärtnern gerne für weitere Züchtungen verwendet.

Schöne Grüße, Wolfgang Diewald

Pflanzenbestimmung: hohe Pflanze mit mieren-artigen Blüten

2
Michael Richter (Talkcontribs)

Auf einer Wanderung im Kollbachtal bei Grafling habe ich diese Pflanze gefunden. Ich bin mir bei der Bestimmung aber nicht sicher. Ich habe bereits die Pflanze mit meinem "Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (von Haeupler, Müller)" abgeglichen, bin aber zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen.

Die Pflanze hatte eine ungefähre Höhe von 1,30 Metern (gemessen mit einem Wanderstock)

Weiße Blüten mit gespaltenen Blütenblättern und längliche Blätter

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Richter,

Es handelt sich nicht um ein Nelkengewächs, sondern um das Weiße Drüsige Weidenröschen (Epilobium ciliatum subsp. ciliatum).

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Bezeichnung bei der Blüte des Kreuzblümchens dänisch „Arlapperne“ ?

2
Andreas Plank (Talkcontribs)
Gewöhnliche Kreuzblume. Polygala vulgaris (aus Mentz, A.; Ostenfeld, C. H.: Bilder der Nordflora. Band 1, 1917ff.) Taf. 222. Abb 1. Einzelne, von denen mehrere Schösslinge abgeschnitten sind. Abb 2. Blüte an der Basis von 3 hohen Blättern (3/1). Abb 3. Der Kiel und die darin enthaltenen Blättchen der Fortpflanzung (12/1). Abb 4. Staubblatt-Rohr mitsamt der Stempel; Zwischen den ?Arlapperne? liegt eine Staubmasse (28/1); Die Ansicht ist wie in Abb. 3. Abb 5. Blick von der Innenseite des Staubblattbündels (28/1). Abb 6. Die Frucht, umgeben von den beiden Kelchblättern (2/1). Abb 7. Reife Früchte (2/1)
Polygala vulgaris - Billeder af nordens flora 1917ff., v1 222, BHL-39907, clean, no-description.jpg

Hej-hej,

in der Abbildung aus Mentz & Ostenfeld (1917-1923) ist die Beschreibung der Abbildungsnummer 4: „Fig. 4. Støvbladrøret, indesluttende Støvvejen; mellem Arlapperne ligger en Støvmasse (28/1)“. Um eine etwaige Übersetzung zu bekommen habe ich verschiedene Übersetzungsdienste versucht. Bis heute habe ich nicht herausbekommen, wie man diese Struktur im Deutschen benennt oder bezeichnet in der Mitte von Abb. 4. Drum herum, denke ich sind die Staubgefäße, was so aussieht wie ein „Unterkiefer“ ;-). Düll & Kutzelnigg (1994) bezeichnen noch einen „Pollenlöffel“, ich nehme an, dass sie diese teilverwachsenen Staubblätter meinen, oder doch das in der Mitte von Abb. 4? Zur Abb. 4:

  • Was könnte also „Arlapperne“ bezeichnen ?
  • Wie bezeichnet man diese Struktur in der Mitte in Abb. 4 um das die teilverwachsenen Staubgefäße angeordnet sind?
  • Was ist der Puschel in der Mitte, die Narbe ?

Danke für die Aufklärung.

viele Grüße
Andreas Plank

Dagmar Triebel (Talkcontribs)

Lieber Herr Plank,

leider sind meine Kollegen an der Botanischen Staatssammlung und ich nicht vertraut mit diesen Bezeichnungen bei der Blüte des Kreuzblümchens. Vielleicht setzen Sie sich mit Prof. Dr. Günther Heubl in Verbindung. Er ist Spezialist für die Gattung Polygala. Die Kontaktdaten finden Sie auf seiner LMU Homepage.

Viel Erfolg und beste Grüße

Dagmar Triebel

Weißer Gelbstern ?

4
Herbert Krick (Talkcontribs)

Diese Pflanze erinnert mich stark an einen Gelbstern (Gagea), ich finde aber nichts dazu, ob es Variationen von Gagea auch in weisser Farbe gibt. Vielleicht bin ich aber auch auf dem völlig falschen Dampfer.
Gegen eine ausgewilderte Zierpflanze spricht, dass ich mehrere Exemplare entlang einer Strecke von 6km in den nördlichen Lechauen (nördlich Augsburg) gesehen habe; 27.05.19.
https://species-id.net/openmedia/File:Unbek1.JPG
https://species-id.net/openmedia/Special:ListFiles#/media/File:Unbek2.JPG

Ich habe nicht verstanden, wie hier Fotos eingefügt werden können (ja, Hilfeseite habe ich gelesen), daher die Links. Über Bestimmungshilfe würde ich mich freuen.

Dagmar Triebel (Talkcontribs)

Hier die Bilder

Bild 1

Bild 2

Wolfgang Diewald (Talkcontribs)

Sehr geehrter Herr Krick,

bei den von Ihnen beobachteten Pflanzen handelt es sich um Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum agg.). Die Kleinart zu bestimmen ist fast nur über Chromosomenzählung möglich. Der Dolden-Milchstern gilt in Bayern als alteinheimisch. Es gibt aber auch zahlreiche Verwilderungen aus jüngerer Zeit.

Schöne Grüße Wolfgang Diewald

Herbert Krick (Talkcontribs)

Vielen Dank für die Bestimmung.und das Einfügen der Fotos.

Salix caprea: Ohne oder mit Striemen?

4
Summary by Björn Höfling

Das 2-3-jährige Holz von Salix caprea weist keine Striemen auf. Bei den gezeigten Bildern muss es sich um eine andere Weidenart handeln. Eine weitergehende Bestimmung ist allein aus dem Holz nicht möglich.

Björn Höfling (Talkcontribs)

Beim durchstöbern der OpenMedia-Bilder bin ich auf eine Serie von Bildern von Weidenholz mit Striemen gestoßen, die unter Salix caprea eingeordnet ist.

Bisher dachte ich immer, S. caprea (unhybridisiert) hätte keine Striemen im 2-4-jährigen Holz, vgl. z.B. Blumen in Schwaben. Ist dieses Merkmal so korrekt?

Oder sind diese Bilder falsch einsortiert:

Oder ist das, was man da sieht noch kein echter "Striemen"?

Falls die Bilder falsch eingeordnet sind, stellt sich mir die Frage, wie dies korrigiert werden kann (ich gehe davon aus, dass eine sichere Bestimmung allein anhand dieser Holz-Fotos nicht möglich ist). Gibt es dafür eine allgemeine "Unidentified" category, "Salix unidentified" oder gar "Salix misidentified"?

Und zuguter Letzt: Gibt es ein Forum, das über reine Pflanzenbestimmung hinausgeht, in dem man allgemeinere Fragen des Wikis oder des Wiki-Verbundes stellen kann?

Danke--Björn Höfling (Diskussion) 13:18, 22. Mai 2019 (CEST)

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Hallo Björn,

Das sind eindeutige Holzstriemen von Salix - damit kann es keine S. caprea sein. Bestimmung von Salix nur anhand des Holzes ist mir nicht möglich.

Deine unter "zuguter Letzt" gestellte Frage kann ich Dir leider nicht beantworten, da muss der technische Support des Forums antworten.

Schöne Grüße,

Andreas

Björn Höfling (Talkcontribs)

Hallo Andreas,

danke für die Bestätigung.

Dann werde ich mich mal durch die anderen Wikis schlagen. Durch die gegenseitige Verlinkung ist es nicht immer einfach zu sehen, wo was hingehört und wo es Hilfe gibt.--Björn Höfling (Diskussion) 09:46, 24. Mai 2019 (CEST)

Dagmar Triebel (Talkcontribs)

Hallo Herr Höfling,

zu Fragen bzgl. des Wiki-Verbundes (Biowikifarm, http://biowikifarm.net/meta/Biowikifarm) und allgemein Inhaltliches, was über das Thema Flora von Bayern hinausgeht, konsultieren Sie bitte die Offenen Naturführer https://offene-naturfuehrer.de/web/Hauptseite. Dort sind u.a. Gregor Hagedorn und Andreas Plank inhaltlich wie auch technisch engagiert. Momentan haben wir in der AG Flora von Bayern leider nicht die personellen Resourcen, um ein weiteres Bayernflora-spezifisches Forum zu etablieren und dann auch längerfristig fachlich zu betreuen.

Im OpenMedia Repositorium (https://species-id.net/openmedia/Main_Page; dies ist für alle Biowikifarm-Wikis "zuständig") ist der "Creator" des einzelnen Bildes der Verantwortliche und man könnte direkt mit dieser Person Kontakt aufnehmen bei angenommener Fehlbestimmung. Die angegebenen Salix-Bilder stammen wohl nicht aus Bayern.

Falls Sie gute Bilder (aus Bayern!) zur Bayernflora beitragen möchten, studieren Sie bitte die Wiki-Seite https://wiki.bayernflora.de/web/Anmeldung_und_Mitarbeit#Pflanzenbilder_und_Bilddaten_melden und die dort verlinkte Wunschliste.

Viele Grüße

Dagmar Triebel

Weißer Frühblüher bayr. Voralpen

6
Summary by Andreas Plank

Fundort der Pflanze: In einem engen, steinigen (Sandstein/Kalk), bewaldeten Tal am Rande eines Quell-Baches, Ende März.

Ergebnis: Weiße Pestwurz (Petasites albus)

Björn Höfling (Talkcontribs)

Fundort: In einem engen, steinigen (Sandstein/Kalk), bewaldeten Tal am Rande eines Quell-Baches, Ende März.

Da ich nichts über den Schutz-Status weiss, wollte ich die Pflanze nicht zerrupfen. Daher komme ich leider mit den üblichen Rothmaler-Fragen nicht weiter. Hat jemand anhand der schlechten Handy-Fotos eine Idee?

Vielen Dank Björn Höfling (Diskussion) 15:37, 25. Mär. 2019 (CET)

Björn Höfling (Talkcontribs)

Versuch 2, die Bilder anzuhängen:

Bild 1 Bild 2

Björn Höfling (Diskussion) 15:39, 25. Mär. 2019 (CET)

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Hallo Björn,

Das ist Petasites albus. Wie alle Petasites-Arten (und der verwandte Tussilago) auffällige Frühblüher (P. paradoxus wurde mir auch schon mal als vermeintlicher "Parasit" geschickt, weil keine Blätter zur Blütezeit vorhanden sind).

Schöne Grüße,

Andreas

Björn Höfling (Talkcontribs)

Da ich mit dem Wiki-Markup kämpfe, hier die Bilder als Text-Links:

https://species-id.net/openmedia/File:Fruehjahrsblueher-unbekannt-bayerische-voralpen01.jpg

https://species-id.net/openmedia/File:Fruehjahrsblueher-unbekannt-bayerische-voralpen02.jpg

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Hallo Björn,

Das ist Petasites albus. Wie alle Petasites-Arten (und der verwandte Tussilago) auffällige Frühblüher (P. paradoxus wurde mir auch schon mal als vermeintlicher "Parasit" geschickt, weil keine Blätter zur Blütezeit vorhanden sind).

Schöne Grüße, Andreas

Björn Höfling (Talkcontribs)

Vielen Dank, Andreas!

An Tussilago musste ich denken, aber ich war bei "Einzelblüte" und nicht Asteraceae!

Verschiedenblättrige Kratzdistel (Cirsium heterophyllum (L.) Hill oder/und Cirsium helenioides (L.) Hill) ?

4
Summary by Andreas Plank

Frage zur Systematik von scheinbar ähnlichen Arten

Andreas Plank (Talkcontribs)

Hallo,

bei der Recherche zur Verschiedenblättrigen Kratzdistel oder Alantdistel kam ich auf die sehr ähnlichen Arten Cirsium heterophyllum (L.) Hill und Cirsium helenioides (L.) Hill (https://www.infoflora.ch/de/flora/cirsium-helenioides.html). Die Taxonomie scheint mir hier durcheinander oder zumindest ungewiss:

  • The Plant List (Version 1.1) listet sie als 2 valide Arten auf (C. heterophyllum (L.) Hill und C. helenioides (L.) Hill)
  • in älterer Literatur sind beide Arten aber als Synonym bezeichnet (Rothmaler, W. 1994: Exkursionsflora. Band 4, Kritischer Band. 8. Aufl. Verlag Volk und Wissen, Berlin)

Bei der Recherche in noch älterer Literatur (18. und 19.Jh.) ist es oft noch schwieriger herauszufinden, was welche Art bezeichnet, manchmal hilft eher die Suche über den umgangssprachlichen Namen weiter, herauszufinden welche Synonyme noch verwendet wurden.

Weiß jemand die aktuelle taxonomische Situation der Verschiedenblättrigen Kratzdistel oder Alantdistel?

viele Grüße
Andreas Plank

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Plank,

Es handelt sich bei uns in Mitteleuropa um eine Art, die Cirsium heterophyllum (L.) Hill heißt. Das Problem ist, dass es den Namen Cirsium helenioides mehrmals gibt. Bei C. helenioides (L.) Hill handelt es sich um eine arktisch-asiatische Art, die auch taxonomisch anerkannt ist (daher ist Plant List korrekt, beide als akzeptierte Namen aufzuführen, es sind zwei verschiedene Arten) - sie kommt in Mitteleuropa nicht vor. Bei der "C. helenioides" in früheren Werken aus Mitteleuropa (also C. heleniodes auct. non. (L.) Hill), also allen anderen Verwendungen diesen Namens im mitteleuropäischen Raum handelt es sich um C. heterophyllum, der Name C. helenioides wurde nur von diesen (früheren) Autoren falsch für diese Sippe gebraucht.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Andreas Plank (Talkcontribs)

Hm … das macht es echt verwirrend. In FloraWeb wird Cirsium heterophyllum (L.) Hill aufgelistet aber nicht Cirsium helenioides (L.) Hill hingegen in der Schweiz ist es umgekehrt, da wird nur Cirsium helenioides (L.) Hill. Lese ich mir die Bestimmungsmerkmale durch, erscheinen mir die Beschreibungen fast identisch. Was sind denn die morphologischen Unterschiede ?

viele Grüße
Andreas Plank

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Anmerkung an die Administratoren: warum sind die Absätze in den Texten nach dem Posten weg? Da war in früheren Beiträgen nicht der Fall, sieht ja auch nicht schön aus...

Wird die Acker-Witwenblume in Bayern auch Großvater’s Knopf genannt?

3
Andreas Plank (Talkcontribs)

Hallo,

diese Frage wurde auf https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Acker-Witwenblume&oldid=178176133#Auch_bekannt_als_"Großvaterknopf"? gestellt. Ist dem so? Wenn ja gibt es auch literarische Erwähnungen dazu?

viele Grüße Andreas Plank

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Plank,

Die Bezeichnung ist in Bayern nicht sehr üblich - allerdings bin ich auch kein Experte für volkstümliche Namen von Pflanzen. Mir sind in Südbayern zu Knautia arvensis außer "Ackerwitwenblume" auch "Donnerblume" und "Acker-Grindkraut"(wie für Scabiosa) geläufig. Eine schnelle Google-Suche zu "Großvaterknopf + Pflanze" liefert in der Tat vor allem Bilder zu Knautia arvensis - allerdings keine Quelle zu regionalen Namensherkünften. Frau Triebel fand unter dem Schlagwort "Großvater Knopf", "Knopfblume" allerdings einen ethymologischen Hinweis aus Oberösterreich zu "Knautia" und "Ähnlköpf" (=Großvater´s Kopf): https://www.zobodat.at/pdf/JOM_126a_0189-0228.pdf.

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Andreas Plank (Talkcontribs)

Hallo, noch ein paar Infos in die Runde: durch mein Pflanzentafelprojekt für Bergwiesenpflanzen im Erzgebirge (z. B. Acker-Knautie (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)) stieß ich in Hegi (1918) auf viele Bezeichnungen, die den Knopf als Bezug haben, Großvater’s Knopf ist jedoch nicht dabei (zum Nachlesen im Netz s. auch Hegi 1918 auf Seite 292: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-21724-p0362-2).

viele Grüße Andreas Plank

Handelt es sich hierbei um eine "Niedrige Schwarzwurzel" (Scorzonera humilis)?

2
Michael Richter (Talkcontribs)

Hallo,

ich habe eine Frage zur Bestimmung dieser Pflanze, da ich mir nicht sicher bin ob es sich wirklich um eine "niedrige Schwarzwurzel" handelt. Die Pflanze stand an einem Waldrand in der Nähe von Neurittsteig (Bayerischer Wald). Der Beitrag mit Bildern zur Pflanze kann hier abgerufen werden:

https://plus.google.com/+MichaelRichter-Hobbyfotograf/posts/UZXeKodWWmj

Ein weiteres Foto eines einzelnen Blattes kann hier gefunden werden: http://species-id.net/openmedia/File:Blatt_der_niedrigen_Schwarzwurzel%3F.jpeg

Schon einmal vielen Dank im vorraus.

Michael Richter

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Richter,

Ja, die Bestimmung ist korrekt (auch wenn die Blätter etwas untypisch schmal sind - sie liegen aber immer noch innerhalb der Bandbreite der Art).

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Strauch an der S-Bahn

3
Andreas Stöckle (Talkcontribs)

Sehr geehrte Forumsteilnehmer, voilá meine erste Anfrage im Forum, ich bitte um Hilfe bei der Bestimmung. Es handelt sich um einen kleinen Baum oder Strauch. Er wird am Fundort ca. 5 m hoch, die Blätter sind wechselständig, die jungen Zweige rot und mit festem Holz. Bei stärkerem Wind legen sich die Blätter zu größeren Flächen und flattern dann sehr schön und lebhaft, fast wie eine Zitterpappel, aber durch die große Fläche und die helleren Blätter recht beeindruckend, wie eine Fahne, wenn die Blätter noch grün sind. Die Blätter sind ca. 15cm lang. Fundort: S-Bahn-Station Siemenswerke in München ; Richtung Wolfratshausen; im vorderen Drittel.

http://species-id.net/openmedia/File:Blaetter_fuer_wiki_stoeckle.jpeg

Andreas Fleischmann (Talkcontribs)

Lieber Herr Stöckle,

Ich vermute, es handelt sich um die Späte Traubenkirsche, Prunus serotina - ein Neophyt aus Nordamerika. Auf den Blattstielen Ihres Herbarbeleges sind jeweils zwei versetzt angeordnete Drüsen knapp unterhalb der Blattspreite zu erkennen - diese sog. extrafloralen Nektarien sind immer ein guter Hinweis auf die Gattung Prunus (im weiteren Sinne).

Schöne Grüße,

Andreas Fleischmann

Jürgen Klotz (Talkcontribs)

Hallo Herr Stöckle, auf der Unterseite (linkes Blatt) bei Ihrem Foto erkennt man schwach einen rotbraunen Haarsaum (ausschließlich) entlang des Mittelnervs, das ist typisch für Prunus serotina und oft auch deutlicher ausgeprägt als an dem fotografierten Blatt. Auch hat keine andere bei uns einheimische oder neophytische Prunus-Art so deutlich glänzend-ledrige Blätter. - Viele Grüße, Jürgen Klotz