Anchusa arvensis

Aus Bayernflora
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Früchte von Anchusa arvensis subsp. arvensis (links) und Anchusa ovata (rechts) (Foto: Rainer Otto)
Anchusa arvensis subsp. orientalis (Foto: Lenz Meierott, Gerbrunn 2011)

Die von Südosteuropa bis Zentralasien verbreitete Sippe kommt auch in Bayern gelegentlich an Ruderalstellen, auf Schüttungen und in Weinbergen als Überrest von Begrünungsansaaten vor. In Weinbergen bei Würzburg existieren seit etwa 10 Jahren Vorkommen mit lokaler Etablierungstendenz. A. ovata ist von A. arvensis durch die kleinen, intensiv blauen Blütenkronen, die lockeren und verlängerten Wickeläste und die länger gestielten Kelche gut unterscheidbar.

Anchusa arvensis (L.) M. Bieb. subsp. arvensis: Kronröhre nahe der Mitte leicht gekniet;Wickeläste dicht; Fruchtkelch glockenförmig zusammenneigend, Kelchzipfel 2-4 mm breit; Fruchtstiele 1,5-4,5 mm; Früchte mit scharfen Rippen, dazwischen schwach warzig.

Anchusa arvensis subsp. orientalis (L.) Nordh.: Kronröhre unterhalb der Mitte verengt und deutlich gekniet; Wickeläste locker und verlängert; Fruchtkelch leicht sternförmig, Kelchzipfel 1-1,5(2) mm breit; Fruchtstiele 9-11 mm; Früchte weniger scharf gerippt, zwischen den Rippen dichter warzig.


Lenz Meierott, April 2012





weiterführende Literatur:

Literatur

Guşuleac, M. 20. September 1929: Species Anchusae generis Linn. hucusque cognitae. In: Fredde, F. (Hrsg.): Repertorium specierum novarum regni vegetabilis. Bd. 26, Selbstverlag des Herausgebers, Berlin–Dahlem, S. 286–322 (Digital Library of the Royal Botanic Garden, abgerufen am 5. März 2014).
Valdés, R. 2012: Lycopsis. In: Castroviejo, S. & Talavera, S. (Hrsg.): Flora ibérica: plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Gentianaceae-Boraginaceae. Bd. 11, Real Jardín Botánico, Madrid, S. 363–366.