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Euphorbia saratoi (Foto:Lenz Meierott, Wipfeld am Main, 2004)
Euphorbia virgata Foto:Lenz Meierott
Euphorbia virgata (Foto:Lenz Meierott, Gompertshausen 2006)
Euphorbia virgata (Foto:Lenz Meierott, Gompertshausen 2006)
Taxonomisch schwierige Gruppe, in der auch nomenklatorisch noch nicht alles völlig geklärt scheint. Wir folgen hier den vorläufigen Ergebnissen der Euphorbia esula-Arbeitsgruppe innerhalb der GEFD (Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands). Herbarbelege, insbesondere bei Nachweisen von Euphorbia virgata sind dringend erwünscht.
Die bayerischen Vertreter der Euphorbia esula-Gruppe:
Euphorbia esula L. subsp. esula: Archäophyt, in Bayern zerstreut.
Euphorbia virgata Waldst. & Kit. (E. waldsteinii (Soják) Czerep.): selten in Nordbayern verschleppt und lokal eingebürgert.
Euphorbia saratoi Ardoino (E. virgultosa Klok., E. pseudovirgata auct. non (Schur) Soó ): Neophyt, seit etwa 100 Jahren in Bayern nachgewiesen, seither in Ausbreitung.
Euphorbia esula-Gruppe
Vorläufiger Bestimmungsschlüssel, zur Bestimmung sind Blätter aus dem mittleren Stengeldrittel relevant. (Geltungsbereich nicht angegeben) — Quelle: nach Reichert 2005, Vollrath et al. 2005 und Henker 2010 — Zusammenarbeit: offen — Bisherige Koautoren: ??
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Blätter verkehrteiförmig bis verkehrtlanzettlich, größte Blattbreite oberhalb der Mitte, Blattspitze stumpflich gerundet (oft schwach gezähnelt), Spaltöffnungen auf der Blattoberseite fehlend oder nur entlang der Mittelrippe (Lupe!).
Größte Blattbreite überwiegend in der Blattmitte, Blätter an der Basis keilförmig verschmälert, in der Mitte meist über eine längere Strecke parallelrandig, im oberen Drittel verschmälert; Palisadenparenchym (langgestreckte, zylindrische Zellen unterhalb der oberen Epidermis) an der Blattoberseite ein- bis angedeutet zweischichtig (Blattquerschnitt, Mikroskop!), Blätter frischgrün
Größte Blattbreite unterhalb der Blattmitte, von der etwas verbreiterten, sehr kurz gestielten Basis bis zur verlängerten Spitze kontinuierlich verschmälert; Palisadenparenchym an der Blattoberseite zwei-(bis drei-)schichtig (Blattquerschnitt, Mikroskop!), Blätter matt dunkelgrün
Euphorbia esula und Euphorbia saratoi haben − auch nach Zählungen von bayerischem Material − die Chromosomenzahl 2n = 20, Euphorbia virgata aber 2n = 60 (Gregor & Hand 2006, Gregor & Hand 2007). Bei Euphorbia saratoi (E. pseudovirgata auct.) können an Pflanzen einer Population unterschiedliche Blattformen und Blattbreiten auftreten.