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Diversity GIS Editor: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Flora von Bayern
imported>Iris Leininger
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|Um diese Punkte nun in digitaler Form darzustellen muss das Millimeterpapier zunächst georeferenziert werden. Dies funktioniert ähnlich wie den oben beschriebenen historischen Kartenauschnitten mit der Adapt-Funktion. Nur ist hier ein passgenaues und bereits georeferenziertes Polygon nötig an welches das Millimeterpapier angepasst werden kann. ||Ist das Millimeterpapier georeferenziert, als Bild abgespeichert und erneut in den GIS Editor geladen worden, können nun Parameter bestimmt werden, anhand derer die Punkte auf dem Millimeterpapier detektiert werden sollen. Über den Knopf "Sammlungsobjekte auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren" öffnet sich ein Fenster in welchem u. a. der Farbbereich, der minimale Punktabstand und die Benennung angegeben werden können.||Durch den Klick auf OK wird dann jeder analoge Punkt auf dem Milimeterpapier, der in den gewählten Farbbereich passt in einen digitalen Punkt umgewandelt.
|Um diese Punkte nun in digitaler Form darzustellen muss das Millimeterpapier zunächst georeferenziert werden. Dies funktioniert ähnlich wie bei den oben beschriebenen historischen Kartenauschnitten mit der Adapt-Funktion. Nur ist hier ein passgenaues und bereits georeferenziertes Polygon nötig an welches das Millimeterpapier angepasst werden kann. ||Ist das Millimeterpapier georeferenziert, als Bild abgespeichert und erneut in den GIS Editor geladen worden, können nun Parameter bestimmt werden, anhand derer die Punkte auf dem Millimeterpapier detektiert werden sollen. Über den Knopf "Sammlungsobjekte auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren" öffnet sich ein Fenster in welchem u. a. der Farbbereich, der minimale Punktabstand und die Benennung angegeben werden können.||Durch den Klick auf OK wird dann jeder analoge Punkt auf dem Milimeterpapier, der in den gewählten Farbbereich passt in einen digitalen Punkt umgewandelt.
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Version vom 22. Januar 2015, 17:13 Uhr

DiversityWorkbench
DiversityWorkbench
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Der Diversity GIS Editor ist eine Komponente des Datenmanagementsystems Diversity Workbench. Er kann als Teil der Diversity Workbench-Umgebung installiert oder als Stand-alone-Anwendung eingesetzt werden.

Der Diversity GIS Editor ist eine Software zum Erstellen und Prozessieren von Geoobjekten in einer geographischen Umgebung. Die Geobjekte können graphisch dargestellt, bearbeitet und als Files gespeichert werden. Auf einer Hintergrundkarte (ausgestattet mit Weltkoordinaten) können MS SQL-Geoobjekte (Punkte, Linien und Polygone) in einem geographischen Kontext visualisiert und editiert werden. Die Hintergrundkarte kann entweder vom eigenen Datenspeicher abgerufen werden oder über ein online verfügbares Karten-Tool (Google maps bzw. OpenStreetMap, SNSB Mapserver) erstellt werden.

Desweiteren ist eine GPS-Funktion integriert. Sobald ein GPS angeschlossen ist, kann die aktuelle Position dargestellt werden.

Software

Die aktuelle Version des GIS Editors können Sie hier herunterladen.

Anwendungsbeispiele

Neben den üblichen Funktionen eines GIS Editors bietet der Diversity GIS Editor weitere, für die Flora von Bayern relevante und nützliche Funktionen, die nachfolgend anhand von Beispielen erläutert werden sollen. Eine ausführliche Anleitung zum GIS Editor finden Sie hier (pdf auf englisch).

Eingescannten Kartenauschnitt als georeferenzierte Arbeitsgrundlage verwenden

Es kann vorkommen, dass man einen Ausschnitt einer topographischen oder historischen Karte als Hintergrundkarte nutzen möchte. Der GIS Editor ermöglicht es einen eingescannten Kartenausschnitt einzulesen und in wenigen Schritten zu georeferenzieren:

Setzen der 3 Referenzpunkte.
Korrekt georeferenzierter Kartenausschnitt.
Nach dem Einlesen des eingescannten Kartenausschnitts kann dieser mittels 3 Referenzpunkten auf Grundlage der Weiltkoordinaten georferenziert werden. Durch die 3 Referenzpunkte wird der kartenausschnitt exakt in die Hintergrundkarte eingepasst.

Speichert man den georeferenzierten Kartenausschnitt nun ab, wird lediglich eine xml-Datei erzeugt, die die Koordinaten für das Bild enthält. Der Ausschnitt kann nun als georeferenzierte Hintergrundkarte verwendet werden.

TAB separierten Textdateien einlesen

Der GIS Editor bietet die Möglichkeit eine Liste von Fundpunkten (mit Angaben zu Längengrad und Breitengrad) einzulesen und diese Punkte dann auf einer Kartengrundlage darzustellen. Dies funktioniert auch ohne die Daten vorher in Diversity Collection importieren zu müssen. Wichtig ist, dass die Datei in einem .shp2-Format vorliegt und die Koordinaten im Dezimalgrad-Format vorliegen


TAB-separierte Tabelle (im .shp2-Format).
Eingabemaske um die Parameter zuzuweisen.
Darstellung der Fundpunkte auf einem georeferenzierten Kartenausschnitt.
Die einzulesenden Datensätze müssen als TAB-separierte Tabelle im .shp2-Format vorliegen. Die Kopfzeile muss entfernt werden. Mittels einer Eingabemaske können die Parameter den entsprechenden Werten zugewiesen werden. ID sowie Längen- und Breitengradangaben sind Pflicht. In der Eingabemaske kann auch ausgewählt werden ob die Punkte jeweils als einzelnes Geoobjekt eingelesen werden sollen oder als ein gesamtes Geoobjekt in Form einer Punktewolke. Zur Darstellung der Fundpunkte wird automatisch der richtige Kartenausschnitt gewählt. Die angezeigten Punktsymbole können nun noch hinsichtlich Farbe und Form bearbeitet werden.


Weitere Möglickeiten: Es ist grundsätzlich auch möglich Linien oder Polygone einzulesen, dazu muss das Objekt in der TAB-separierten Textdatei allerdings in exakter Form beschrieben werden, d.h.

  • für Linien: LINESTRING(Koordinatenpaar01, Koordinatenpaar02, Koordinatenpaar03, [...], Koordinatenpaar01)
  • für Polygone: POLYGON((Koordinatenpaar01, Koordinatenpaar02, Koordinatenpaar03, [...], Koordinatenpaar01))

In der Eingabemaske wird einem solchen Ausdruck dann der Parameter "Geography Data" zugewiesen.

Sammlungsobjekte auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren

Als die Erfassung floristischer Daten noch vorwiegend analog durchgeführt wurde, wurden einzelne Fundpunkt oftmals händisch auf Papier eingezeichnet. Um diese Form der Datenverarbeitung heute digital zugänglich zu machen bietet der GIS Editor ein sehr durchdachtes Werkzeug, die Sample Detection. Dieses Werkzeug ermöglicht es analog markierte Fundpunkte in digitale Fundpunkte auf einer georeferenzierten Hintergrundkarte umzuwandeln. Dies soll an einem Beispeil kurz demonstriert werden. Die Fundpunkte von Athyrium filix femina wurden vom Sammler mit schwarzem Stift auf rotem Millimeterpapier vermerkt.

Mit Adapt-Funktion das eingelesene Millimeterpapier in das Polygon einpassen.
Parameter bestimmen anhand derer die Punkte auf dem Millimeterpapier detektiert werden sollen.
Detektierte Punkte auf dem georeferenzierten Millimeterpapier.
Um diese Punkte nun in digitaler Form darzustellen muss das Millimeterpapier zunächst georeferenziert werden. Dies funktioniert ähnlich wie bei den oben beschriebenen historischen Kartenauschnitten mit der Adapt-Funktion. Nur ist hier ein passgenaues und bereits georeferenziertes Polygon nötig an welches das Millimeterpapier angepasst werden kann. Ist das Millimeterpapier georeferenziert, als Bild abgespeichert und erneut in den GIS Editor geladen worden, können nun Parameter bestimmt werden, anhand derer die Punkte auf dem Millimeterpapier detektiert werden sollen. Über den Knopf "Sammlungsobjekte auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren" öffnet sich ein Fenster in welchem u. a. der Farbbereich, der minimale Punktabstand und die Benennung angegeben werden können. Durch den Klick auf OK wird dann jeder analoge Punkt auf dem Milimeterpapier, der in den gewählten Farbbereich passt in einen digitalen Punkt umgewandelt.


  1. Georeferenziertes Polygon erzeugen(*), das von den Koordinaten her dem MTB bzw. dem MTB-Teil entspricht, das die Papierkarte darstellt.
  2. Gescannte Papierkarte als Image reinladen und mit der Adapt-Funktion in das georeferenzierte Polygon einpassen, so dass der Scann ebenfalls georeferenziert wird.
  3. Nun kann mit der Funktion „Sammlungsobjekte auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren“ die Farbe der zu detektierenden Punkte eingrenzen. „Create separate samples“ markieren, einen Identifizierungstext + Nummer eingeben und den minimalen Punktabstand der zu detektierenden Punkte eingeben.
  4. Auf „Ok“ klicken und es erscheint ein Point-Symbol für jeden detektierten Punkt.


(*)Polygon erzeugen: beliebiges Polygon in Karte zeichnen und als shape-Datei (MS-SQL) abspeichern. Diese Datei mit einem Text-Editor öffnen und dort die Eck-Koordinaten so abändern, dass Sie denen des MTB bzw. des MTB-Teils entsprechen

GPS Erfassung

GPS-Tracking: Diese Funktion ermöglicht die Verknüpfung des GIS Editors mit einem GPS-Gerät. Durch klicken auf den „GPS Button“ wird nach einem verfügbaren GPS-Gerät gesucht, dies dauert ca. 2 Sekunden. Wird kein Gerät gefunden wird der Knopf wieder gelöst. Wichtig ist, dass in den Settings die korrekte Baudrate des GPS-Geräts eingestellt ist (Standardrate: 9600).

Wenn ein GPS-Gerät erkannt wurde ändert der GPS-Button die Farbe je nach dem auf wie viele Satelliten das Gerät zugreift (rot: bis zu 3 Satelliten; gelb: bis zu 5 Satelliten; grün: 6 und mehr Satelliten) Die Anzahl der verwendeten Satelliten sowie Längengrad, Breitengrad und Höhe werden im „Bedienfeld“ angezeigt.

Die aktuelle Position wird über den GPS-Marker „Symbol“ angezeigt wenn eine geeignete Hintergrundkarte geladen ist.

Wenn in den Settings GPS-track aktiviert ist, wird die Bewegung der Positionen als Linie dargestellt. Farbe und Stärke dieser Linie entsprechen der vorangegangenen Einstellungen. Der Track wird automatisch der Sample-Liste hinzugefügt und kann zur weiteren Verwendung gespeichert werden.