Diversity GIS Editor: Unterschied zwischen den Versionen
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|[[File:Mm adapt rahmen.JPG|thumb|400px|zentriert|Mit Adapt-Funktion das eingelesene Millimeterpapier in das Polygon einpassen.]]||[[File:Detection-parameter.JPG|thumb| | |[[File:Mm adapt rahmen.JPG|thumb|400px|zentriert|Mit Adapt-Funktion das eingelesene Millimeterpapier in das Polygon einpassen.]]||[[File:Detection-parameter.JPG|thumb|300px|zentriert|Parameter bestimmen anhand derer die Punkte auf dem Millimeterpapier detektiert werden sollen.]]||[[File:Detektierte punkte.JPG|thumb|400px|zentriert|Detektierte Punkte auf dem georeferenzierten Millimeterpapier.]]||[[File:Detektiert - auf Karte.JPG|thumb|400px|zentriert|Darstellung der detektierten Fundpunkte auf einer Hintergrundkarte.]] | ||
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|Um diese Punkte nun in digitaler Form darzustellen muss das Millimeterpapier zunächst georeferenziert werden. Dies funktioniert ähnlich wie bei den oben beschriebenen historischen Kartenauschnitten mit der Adapt-Funktion. Nur ist hier ein passgenaues und bereits georeferenziertes Polygon nötig an welches das Millimeterpapier angepasst werden kann. ||Ist das Millimeterpapier georeferenziert, als Bild abgespeichert und erneut in den GIS Editor geladen worden, können nun Parameter bestimmt werden, anhand derer die Punkte auf dem Millimeterpapier detektiert werden sollen. Über den Knopf "Sammlungsobjekte auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren" öffnet sich ein Fenster in welchem u. a. der Farbbereich, der minimale Punktabstand und die Benennung angegeben werden können.||Durch den Klick auf OK wird dann jeder analoge Punkt auf dem Milimeterpapier, der in den gewählten Farbbereich passt in einen digitalen Punkt umgewandelt. | |Um diese Punkte nun in digitaler Form darzustellen muss das Millimeterpapier zunächst georeferenziert werden. Dies funktioniert ähnlich wie bei den oben beschriebenen historischen Kartenauschnitten mit der Adapt-Funktion. Nur ist hier ein passgenaues und bereits georeferenziertes Polygon nötig an welches das Millimeterpapier angepasst werden kann. ||Ist das Millimeterpapier georeferenziert, als Bild abgespeichert und erneut in den GIS Editor geladen worden, können nun Parameter bestimmt werden, anhand derer die Punkte auf dem Millimeterpapier detektiert werden sollen. Über den Knopf "Sammlungsobjekte auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren" öffnet sich ein Fenster in welchem u. a. der Farbbereich, der minimale Punktabstand und die Benennung angegeben werden können.||Durch den Klick auf OK wird dann jeder analoge Punkt auf dem Milimeterpapier, der in den gewählten Farbbereich passt in einen digitalen Punkt umgewandelt.||Die detektierten Punkte können dann als TAB-separierte Textdatei abgespeichert und dann auf einer Hintergrundkarte dargestellt werden. | ||
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Version vom 27. Januar 2015, 11:42 Uhr
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Der Diversity GIS Editor ist eine Komponente des Datenmanagementsystems Diversity Workbench. Er kann als Teil der Diversity Workbench-Umgebung installiert oder als Stand-alone-Anwendung eingesetzt werden.
Der Diversity GIS Editor ist eine Software zum Erstellen und Prozessieren von Geoobjekten in einer geographischen Umgebung. Die Geobjekte können graphisch dargestellt, bearbeitet und als Files gespeichert werden. Auf einer Hintergrundkarte (ausgestattet mit Weltkoordinaten) können MS SQL-Geoobjekte (Punkte, Linien und Polygone) in einem geographischen Kontext visualisiert und editiert werden. Die Hintergrundkarte kann entweder vom eigenen Datenspeicher abgerufen werden oder über ein online verfügbares Karten-Tool (Google maps bzw. OpenStreetMap, SNSB Mapserver) erstellt werden.
Desweiteren ist eine GPS-Funktion integriert. Sobald ein GPS angeschlossen ist, kann die aktuelle Position dargestellt werden.
Software
Die aktuelle Version des GIS Editors können Sie hier herunterladen.
Anwendungsbeispiele
Neben den üblichen Funktionen eines GIS Editors bietet der Diversity GIS Editor weitere, für die Flora von Bayern relevante und nützliche Funktionen, die nachfolgend anhand von Beispielen erläutert werden sollen. Eine ausführliche Anleitung zum GIS Editor finden Sie hier (pdf auf englisch).
Eingescannten Kartenauschnitt als georeferenzierte Arbeitsgrundlage verwenden
Es kann vorkommen, dass man einen Ausschnitt einer topographischen oder historischen Karte als Hintergrundkarte nutzen möchte. Der GIS Editor ermöglicht es einen eingescannten Kartenausschnitt einzulesen und in wenigen Schritten zu georeferenzieren:
Speichert man den georeferenzierten Kartenausschnitt nun ab, wird lediglich eine xml-Datei erzeugt, die die Koordinaten für das Bild enthält. Der Ausschnitt kann nun als georeferenzierte Hintergrundkarte verwendet werden.
TAB separierte Textdateien einlesen
Der GIS Editor bietet die Möglichkeit eine Liste von Fundpunkten (mit Angaben zu Längengrad und Breitengrad) einzulesen und diese Punkte dann auf einer Kartengrundlage darzustellen. Dies funktioniert auch ohne die Daten vorher in Diversity Collection importieren zu müssen. Wichtig ist, dass die Datei in einem .shp2-Format vorliegt und die Koordinaten im Dezimalgrad-Format vorliegen
Weitere Möglickeiten:
Es ist grundsätzlich auch möglich Linien oder Polygone einzulesen, dazu muss das Objekt in der TAB-separierten Textdatei allerdings in exakter Form beschrieben werden, d.h.
- für Linien: LINESTRING(Koordinatenpaar01, Koordinatenpaar02, Koordinatenpaar03, [...], Koordinatenpaar01)
- für Polygone: POLYGON((Koordinatenpaar01, Koordinatenpaar02, Koordinatenpaar03, [...], Koordinatenpaar01))
In der Eingabemaske wird einem solchen Ausdruck dann der Parameter "Geography Data" zugewiesen.
Beobachtungsdaten auf einem georeferenzierten Lageplan detektieren
Als die Erfassung floristischer Daten noch vorwiegend analog durchgeführt wurde, wurden einzelne Fundpunkt oftmals händisch auf Papier eingezeichnet. Um diese Form der Datenverarbeitung heute digital zugänglich zu machen bietet der GIS Editor ein sehr durchdachtes Werkzeug, die Sample Detection. Dieses Werkzeug ermöglicht es analog markierte Fundpunkte in digitale Fundpunkte auf einer georeferenzierten Hintergrundkarte umzuwandeln. Dies soll an einem Beispeil kurz demonstriert werden. Die Fundpunkte von Athyrium filix femina wurden vom Sammler mit schwarzem Stift auf rotem Millimeterpapier vermerkt.
GPS Erfassung
Wenn man mit einem kleinen Laptop oder einem Tablet im Gelände unterwegs ist, besteht die Möglichkeit durch Verbindung mit einem GPS-Gerät die zurückgelegte Strecke in Echtzeit im GIS Editor darzustellen. Wichtig ist, dass in den Settings die korrekte Baudrate des GPS-Geräts eingestellt ist (Standardrate: 9600).
Wenn ein GPS-Gerät erkannt wurde ändert der GPS-Button die Farbe je nach dem auf wie viele Satelliten das Gerät zugreift (rot: bis zu 3 Satelliten; gelb: bis zu 5 Satelliten; grün: 6 und mehr Satelliten) Die Anzahl der verwendeten Satelliten sowie Längengrad, Breitengrad und Höhe werden im „Bedienfeld“ angezeigt.
Wenn eine geeignete Hintergrundkarte geladen ist wird die aktuelle Position über den GPS-Marker (rot-gelber Punkt)angezeigt .
Wenn in den Settings GPS-track aktiviert ist, wird die Bewegung der Positionen als Linie dargestellt. Farbe und Stärke dieser Linie entsprechen der vorangegangenen Einstellungen. Der Track wird automatisch der Sample-Liste hinzugefügt und kann zur weiteren Verwendung gespeichert werden.
